Ein­ge­hungs­be­trug im Hotel

Der durch Täu­schung über sei­ne Zah­lungs­wil­lig­keit und Zah­lungs­fä­hig­keit erschli­che­ne Auf­ent­halt in einem Hotel führt bei dem geschä­dig­ten Hote­lier unab­hän­gig von der Höhe der Hotel­kos­ten zu einem Ver­mö­gens­scha­den im Sin­ne des § 263 Abs. 1 StGB.

Ein­ge­hungs­be­trug im Hotel

Bei einem Ein­ge­hungs­be­trug ist der Betrug bereits durch die Über­las­sung des Hotel­zim­mers voll­endet; die spä­te­re Zah­lung der Hotel­rech­nung (hier: durch die Eltern) bleibt bei der Ermitt­lung des tat­be­stand­li­chen Ver­mö­gens­scha­dens unbe­rück­sich­tigt [1].

Die zur Ver­stär­kung der Täu­schung ledig­lich per E‑Mail an den Hote­lier über­mit­tel­te, angeb­lich von der Arbeit­ge­be­rin stam­men­de Zusa­ge, die Hotel­kos­ten zu über­neh­men, stellt nicht das Her­stel­len und Gebrau­chen einer (schrift­li­chen) Urkun­de im Sin­ne des § 267 StGB, son­dern das Spei­chern und Gebrau­chen beweis­erheb­li­cher Daten im Sin­ne des § 269 Abs. 1 StGB dar [2].

Bun­des­ge­richts­hof, Beschluss vom 23. Mai 2017 – 4 StR 141/​17

  1. vgl. BGH, Urteil vom 21.04.2016 – 1 StR 456/​15, NStZ 2016, 674, 675; Beschlüs­se vom 14.03.2017 – 4 StR 472/​16; vom 14.07.2016 – 4 StR 362/​15, WM 2016, 1785, 1786[]
  2. vgl. Erb in Münch­Komm-StGB, 2. Aufl., § 269 Rn. 33 mwN[]